Vom Windreisen zum Waldbaden

Inzwischen betreibe ich im Bestimmungsgebiet, wenn es dazu einlädt, mittels Meditations- und leichten Hatha-Yoga-Übungen das sogenannte Waldbaden, Bei dieser aus Japan stammenden Tradition des shinrin yoku geht es darum, den Wald mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen, in ihn einzutauchen.

Bei meinen ersten, anfänglichen Windreisen vor einigen Jahren hatte ich mich im Bestimmungsgebiet immer auf eine Art Schatzsuche begeben. So ein Schatz kann dabei alles sein: alles, was ich sehen, fühlen, riechen oder hören kann. Irgendwann ist mir deutlich geworden, dass es der Ort selbst ist, der mir am Ende einer Windreise zu einem Schatz geworden ist. Fortan habe ich mit unterschiedlichen Methoden experimentiert, mich mit eben diesem Ort auf besondere Weise zu verbinden. Dank der Recherche für einen Hörfunkbeitrag für den Deutschlandfunk habe war ich durch Annette Bernjus auf die japanische Tradition des sogenannten Waldbadens aufmerksam geworden. Beim shinrin yoku geht es darum, in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen und diesen beim ziellosen Sichtreibenlassen sinnlich wahrzunehmen. Seitdem betreibe ich im Bestimmungsgebiet, wenn es dazu einlädt, mittels Meditations- und leichten Hatha-Yoga-Übungen das Waldbaden, was für den Windreisenden zu einem „Weltbaden“ wird, denn bei weitem nicht jedes Bestimmungsgebiet ist in einem Wald gelegen und lädt zu einer Meditation ein. Die Waldbaderin Bernjus war gleichermaßen derart begeistert von meiner Idee des Reisens mit dem Wind, dass sie selbst selbst damit experimentiert und darüber berichtet.

So reist der Windnomade

Collage zum Windreisen von Anna F. Arnhold, Januar 2020

Als Windnomade begebe ich mich auf eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse und gelange an Orte, die ich aus eigenem Interesse vermutlich nie aufgesucht hätte. Auf mich warten Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen, die mir einen neuen Blick auf die Welt eröffnen – auf Menschen, Tiere, Landschaften und zuweilen sogar auf das Leben selbst.

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Vacha – Liebe für Alle!


Ich verlasse Hessen und komme nach Thüringen. Vacha heißt der Ort direkt auf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Ich bin überrascht. Fast 30 Jahre nach Grenzöffnung gibt es noch immer Orte, wie diesen: leerstehende Häuser und Geschäfte. Alles wirkt trostlos. Was bitteschön, hast Du Dir jetzt dabei gedacht, Du Wind? Nichts, wie immer, ich weiß!

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