Geführte Wind-Spaziergänge

 

Auf der Landesgartenschau 2018 in Bad Iburg. Foto: Irma Schmidt
Auf der Landesgartenschau 2018 in Bad Iburg. Foto: Imma Schmidt

Die von mir geführten Spaziergänge sind eine völlig neue Art, sich auf unvoreingenommene Weise ein Stück Natur zu erschließen – sei es ein Wald oder ein Kur- oder Naturpark. Sei es in der Fremde oder in der Nachbarschaft. Neues gibt es überall zu entdecken!

Wind-Reisen im „Mini-Format“

Weil ich davon überzeugt bin, dass diese Art des Reisens für jeden Menschen eine persönliche Bereicherung darstellen kann, möchte ich meine Erfahrungen nicht nur auf der Kinoleinwand oder im Internet erfahrbar machen, sondern ganz konkret hier und jetzt im ¨richtigen Leben¨. Deshalb biete ich von nun an gemeinsame Reisen mit dem Wind im ¨Mini-Format¨ an.

Kunst und Therapie

So ein geführter „Windspaziergang“ schärft die Sinne und wird zu einer Schulung der Wahrnehmung im künstlerisch-ästhetischen Sinn, kann aber sogar mit leichten und schnell zu erlernenden Entspannungs-Übungen für Körper und Geist therapeutisches, entstressendes Potential entfalten.  Es geht unter anderem um Loslassen und Ankommen, aber auch um die „Magie“ des Zufalls, um Abenteuer und Verbindung mit dem Hier und Jetzt.

Waldbaden mit dem Windnomaden

Schon seit vielen Jahren lasse ich mich auf zuweilen langen Reisen vom Wind übers Land in die freie Natur tragen. Unterdessen habe ich mich mit unterschiedlichen Methoden beschäftigt, wie es mir gelingen kann, einen tiefen Bezug zum jeweiligen Bestimmungsgebiet aufzubauen. Unter anderem bin ich dabei auf das Shinrin Yoku aufmerksam geworden. Bei dieser aus Japan stammenden Methode des sogenannten Waldenbadens geht es darum, mit allen Sinnen achtsam in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen. Eine Methode, die sich auch am Waldrand oder in anderer natürlicher Umgebung hervorragend anwenden lässt. Schließlich führt mich der Wind nicht immer mitten in einen Wald.

Bei meinen geführten Spaziergängen geht es nicht wochenlang über hunderte Kilometer durch das ganze Land, sondern durch ein begrenztes Gebiet – ein Kurpark, ein Waldgebiet, ein Naturpark. Meine Windführungen stimme ich im Vorfeld jeweils auf die Gelände-Gegebenheiten und die Wünsche der Teilnehmenden ab. 

Bei meinen Führungen geht es zum Einen darum, den Reiz des „echten“ Reisens mit dem Wind erfahrbar zu machen. Dank meiner Anregungen aus der Praxis des Waldbadens haben sie aber auch einen spürbar entspannenden Effekt auf Körper, Geist und Seele.

Diese „Übungen“, entlehnt aus dem Yoga, Chi-Gong und Thai-Chi, sind lediglich Anregungen und die Teilnehmenden entscheiden selbst, ob und inwieweit sie sich darauf einlassen. Ein Motto des Windnomaden lautet: „Ich muss gar nichts!“

Eine Tour ins Abenteuer Achtsamkeit

Grundsätzlich begegne ich allem in meinem Bestimmungsgebiet mit Methoden der Achtsamkeit: Mit dem Geist des Anfängers setze ich meine Sinne ein, ohne das, was mir begegnet, zu bewerten. Ich bemühe mich, dem Ort und seinen Bewohnern – Pflanzen, Tiere, Menschen – so nahe zu kommen, wie es mir möglich ist, möchte ihnen gerecht werden, ihnen wirklich begegnen.

Dabei geht es nicht um Wissensvermittlung aus Naturkunde oder Geschichte der Region, sondern darum, bewusst in die Athmosphäre der Natur einzutauchen. Wir nehmen uns achtsam dem vom Wind ausgewählten Ort innerhalb des begrenzten Gebiets an. Niemand der Teilnehmenden – auch ich nicht – weiß im Vorfeld, wo genau es hingeht: eine Tour ins ungewisse Abenteuer, die Freude macht und zugleich eine Ahnung davon vermittelt, welche unbegrenzten Möglichkeiten und Freiheiten sich durch das Reisen mit dem Wind ergeben.

 

Für jeden etwas

So ein Windspaziergang lässt sich für die unterschiedlichsten Zielsetzungen und Teilnehmergruppen einsetzen. Gerne übernehme ich dafür nach entsprechender Anfrage und Beratung die Anleitung und Kursbestimmung.

Der Ablauf

Jeder Windspaziergang beginnt mit der Kursbestimmung. Die findet im Beisein aller Teilnehmenden statt. Lage und Entfernung ergeben sich aus der aktuellen Windgeschwindigkeit- und richtung. Auf einem gemeinsamen 5 – 20-minütigen Spaziergang geht es dann in das Bestimmungsgebiet, um mal zu schauen, welchen Ort sich der Wind hier und jetzt für die Gruppe ausgesucht hat. Geeignet ist die Tour für offenherzige, aufgeschlossene Menschen jeden Alters (auch Kinder). In der Regel bleiben wir auf befestigten Wegen, dennoch ist eine entsprechende Kleidung und eine gewisse Trittfestigkeit erforderlich. Für Menschen mit Gehbehinderungen ist so ein Spaziergang leider nicht geeignet. Die Dauer kann bei bis zu 2 Stunden liegen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 14. Im Bedarfsfall finden an einem Tag gleich mehrere Touren statt.

Während so einer gemeinsamen Windtour erläutere ich, worauf es mir beim Reisen mit dem Wind ankommt, welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe. Zudem gebe ich konkrete Anregungen, die es den Teilnehmenden ermöglichen sollen, den Reiz des Windreisens nachempfinden zu können: Dabei steht es jedem frei, seiner eigenen Neigung zu folgen oder eigene Methoden auszuprobieren.

Nomaden-Spaziergang

Weil wir bei dieser Wind-Tour im Mini-Format eine Ahnung davon kriegen wollen, wie es ist, als echter “Windnomade” unterwegs zu sein, geht es vom ersten Bestimmungsort weiter: Erneut bestimme ich also von dort den Kurs in das nächste Bestimmungsgebiet. So wird aus der aus der meditativen Achtsamkeit nach und nach eine andauernd achtsame Haltung und Wahrnehmung, die sich fortsetzt.

So ein Spaziergang mit dem Wind ist auch geeignet für vorher angemeldete geschlossene Gruppen. Gerne können sich die Teilnehmenden auf angemessene Weise einbringen und am Bestimmungsort Aktionen anbieten. Etwa Yoga, Qui Gong, gemeinsames Singen im Chor, Malerei, Fotografie usw. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne per Mail mit mir in Verbindung setzen.

Kontakt: harald(at)windnomade.de