Begegnungen auf der Burg

Am Morgen treffe ich zunächst einen Mann um die 60. Er erzählt düstere Geschichten von Jägern, die freilaufende Hunde erschießen, von einer Grippe-Spritze, die ihn für fast zwei Jahre gelähmt hätte und heute als AIDS-Spritze verkauft würde. Erst als er von 7000 Asylbewerbern berichtet, die in Gießen in einer ehemaligen Kaserne leben sollen, zweifel ich endgültig an seiner Glaubwürdigkeit. Einer von ihnen soll nämlich von der Stadt ein E-bike bekommen haben, mit dem er seitdem zu seinem neuen BMW radelt. Noch Fragen? Ein Begegnung ganz anderer Art hatte ich wenige Stunden später:

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Der Startpunkt ist gefunden

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Die Wahl des richtigen Startpunkts erweist sich als kifflige Angelegenheit. Nicht der Wind, sondern ich muss die Entscheidung treffen, wo es losgehen soll. Und schon fängt es an zu denken: Wo scheint die Sonne? Wo wollte ich schon immer mal hin? Wird es da regnen? Ist das zu weit? Ist das zu nah? Was alles bedacht werden möchte. Ständig dieses Für und Wider. Windnomaden kennen diesen Stress nicht. Sie lassen sich einfach wie ein Pappelsamen vom Wind irgendwo hintragen.

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Ich klebe fest

Ich komme nicht weg von hier. Nach zwei Fehlstarts bin ich genötigt, immer wieder umzukehren. Der Bus ist gepackt – alles startklar, aber persönliche Angelegenheiten hindern mich daran, endlich aufzubrechen. Es schüttet wie aus Kübeln. Es ist wie es ist.