Der Startpunkt ist gefunden

header

Die Wahl des richtigen Startpunkts erweist sich als kifflige Angelegenheit. Nicht der Wind, sondern ich muss die Entscheidung treffen, wo es losgehen soll. Und schon fängt es an zu denken: Wo scheint die Sonne? Wo wollte ich schon immer mal hin? Wird es da regnen? Ist das zu weit? Ist das zu nah? Was alles bedacht werden möchte. Ständig dieses Für und Wider. Windnomaden kennen diesen Stress nicht. Sie lassen sich einfach wie ein Pappelsamen vom Wind irgendwo hintragen.

Eigentlich wollte ich bis nach Heidelberg fahren. Da soll es so schön sein, und ich war da noch nie. Die Prognose von 38 Grad bei voraussichtlich stillem Wind durchkreuzen meine Pläne.

Ich verlasse die Autobahn noch vor Frankfurt. Der Vogelsberg lockt. Auf dem Gipfel eines Vulkans kann man die erste Windtour beginnen, denke ich mir.

Es geht über Straßen ohne Mittelstreifen. In den Dörfern sind keine Menschen zu sehen. Schließlich treibt es mich nach Ulrichstein. Dort lockt zunächst dieses Schild.

image

Die Auswahl ist dann doch übersichtlich und in dem Café, das gleichzeitig Kiosk und Lottoannahmestelle ist, herrscht große Aufregung. Wo ist das vorbestellte Kräuterbaguette geblieben. Die Kundin ist verzweifelt.

Nach dem Essen erkunde ich das ehemalige Schlossgelände. Es liegt auf einem Vulkankegel. Hier, wo vor Jahrmillionen Magma aus dem Inneren der Erde an die Oberfläche trat und im Schlossgarten mein homöopathisches Heilmittel Datura Stramonium wächst, kann meine erste Reise als Windnomade beginnen. Morgen wird an dieser Stelle der Kurs bestimmt.

3 Gedanken zu „Der Startpunkt ist gefunden“

    1. Wenn ich keine Lust auf Regen habe und die Möglichkeit auszuweichen, warum sollte ich es dann nicht tun? Wenn ich die Möglichkeit nicht habe, ist es wie es ist. Warum sollte ich mich aufregen? Das würde den Regen nicht aufhalten.

      1. Ich weiß noch wie wir immer noch gerne im Auto gesessen sind wenn es geregnet hat, einfach die Augen schließen und zu Hören !!

Kommentare sind geschlossen.